Tierarztpraxis M.Wrasse
Tierarztpraxis M.Wrasse

Neuer RHD II Impfstoff -                                          Schützen Sie ihr Kaninchen

RHD (rabbit hemmorhagic disease) und Myxomatose gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Kaninchen. Die gefährlichen Viren, die diese Krankheit auslösen, werden u.a. durch Stechmücken übertragen. So können selbst Hauskaninchen infiziert werden. Eine Behandlung der Krankheiten ist nicht möglich. In den meisten Fällen enden diese Krankheiten tödlich. Daher ist eine lückenlose Impfprophylaxe besonders wichtig, denn nur diese Impfungen bieten einen wirksamen Schutz gegen Myxomatose und RHD.

In den letzten Jahren hat sich das RHD-Virus weiterentwickelt und immer häufiger werden nun auch in Deutschland Fälle von erkrankten Tieren mit dem aggressiven RHD-2-Virus bekannt.

Seit kurzem ist nun ein neuer Impfstoff - Filavac VHD K C+V erhältlich. Eine einmalige Impfung ab der 10 . Lebenswoche schützt Ihr Tier für die Dauer von einem Jahr. Die Impfung wird jährlich wiederholt um den Impfschutz dauerhaft aufrecht zu erhalten.

 

Juni 2017

 

Tierseuchenallgemeinverfügung Geflügel vom 14.11.2016

Mit Wirkung vom 15.11. 2016 hat das zutändige Dezernat der Kreisverwaltung Teltow-Fläming die Anordnung der Aufstallung von Geflügel in Risikogebieten und weitere Schutzmaßnahmen erlassen, gemäß § 13 der Geflügelpest-Verordnung.

Betroffen sind auch die Gemeinde Rangsorf, Klein Kienitz.

Ende März 2017 wurde die generelle  Aufstallungspflicht für Geflügel aufgehoben.

 

Mai 2017

 

Was tun, wenn Sie ein WILDTIER finden ?

Gerade im Frühjahr und im Frühsommer werden wir immer öfter um Rat gefragt, wenn ein herrenloses oder auch verletztes Wildtier gefunden wird.

 

Allgemein lässt sich sagen, nehmen Sie bitte niemals ein gefundenes, scheinbar herrenloses Tier einfach mit nach Hause denn Wildtiere sind kein Allgemeingut !

 

Wenn Sie ein verletztes Wildtier oder ein Jungtier auffinden, empfiehlt es sich, zunächst Kontakt zum örtlichen Tierschutzverein aufzunehmen. Oft haben diese selber keine Aufnahmemöglichkeiten, aber die Mitarbeiter können doch meist gute Pflegeadressen in der Nähe vermitteln, auch die örtliche Naturschutzbehörde  kann oft mit geeigneten  Adressen weiterhelfen.

 

Dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zufolge ist es generell verboten, Tiere der besonders geschützen Arten - dazu zählen beispielsweise Vögel, Igel, oder Eichhörnchen - der Natur zu entnehmen . Paragraph 45 (5) BNatSchG zufolge ist es allerdings zulässig, kranke oder verletzte Tiere vorübergehend aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen.

Die Tiere sind unverzüglich wieder in Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbsständig erhalten können..

 

Dies setzt aber voraus, das geeignete Möglichkeiten der Unterbringung  und ein entsprechendes Wissen  über Nahrung , Verhalten und Haltungsbedingungen  vorhanden sind.

 

Handelt es sich bei dem gefundenem Tier, um ein verletztes oder verlassenes Wildschwein, einen Fuchs, einen Hasen, ein Reh oder ein anders dem Jagdrecht unterliegendes Tier, müssen Sie die Jagdbehörde oder den zuständigen Jagdpächter verständigen ( rund um Rangsdorf ist der zuständige Jagdpächter : Herr Fetzer).

 

Ouellen: http://www.Tierschutzbund.de/ihre-fragen-unsere-antworten   /artenschutz.html

 EU-Heimtierausweis

Entsprechend der Verordnung (EU) Nr. 576/2013, Durchführungsverordnung (EU) Nr. 577/2013 und der Richtlinie 2013/31 EU des Europäischen Parlaments und des Rates, dürfen ab dem 29.12.2014 keine Ausweise mehr ausgestellt werden, die den neuen Verordnungen nicht entsprechen.

 

Alle Ausweise , die bis zum 28.12.2014 ausgestellt wurden , behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit und dürfen weiter geführt werden !

 

Der Hintergrund für die Einführung des neuen Heimtierausweises   liegt in dem immer wieder aufgetretendem  Mißbrauch der Dokumente. So ist es nun nicht nur Pflicht  die  Kennzeichnung des Tieres zu kontrollieren und entsprechend einzutragen, sondern im Anschluß dieser Eintragungen  zu versiegeln. Gleiches gilt für die ordnungsgemäße Durchführung und Dokumentation der Impfung. Impfvignetten und andere Aufkleber mit Informationen müssen nach dem Aufkleben laminiert werden.

Das Ablösen der Versiegelungs-Etiketten beschädigt die Seiten in deren Folge der Ausweis seine Gültigkeit verliert.

Hilfe, mein Tier hat Flöhe !!!

Ein vielbekanntes Problem tritt in diesem Jahr ungewöhnlich stark auf : Flöhe, auch bei Tieren die bisher von diesen Plagegeistern verschont wurden.

Eine große Produktpalette steht im freien Handel, Apotheken und bei den Tierärzten für die Behandlung des Tieres und der Umgebung zur Verfügung.

Da fällt es den Tierbesitzern oftmals schwer, das geeignete Produkt zu finden. Entscheidend ist nicht nur die Wirksamkeit sondern auch die praktikable und regelmäßige Verabreichung der "Flohmittel", sowie die richtige Auswahl aus der Menge der angebotenden Flohpräparate individuell für das einzelne Tier und dessen Umgebung zu finden. Die richtige Behandlung der Umgebung stellt einen wesentlichen Bestandteil zur Bekämfung der Parasiten dar.

Neu auf dem Arzneimittelmarkt sind die für Hunde oral zu verabreichenden Präparate mit einer Wirkungsdauer von 4  bzw. 12 Wochen. Der  darin enthaltende neue Wirkstoff verspricht eine Abtötung der adulten(erwachsenen)  Flöhe bereits nach 8 Stunden. Jedoch muß auch bei diesen Präparaten der Parasit mit der Nahrungsaufnahme auf dem Wirtstier beginnen um den Wirkstoff aufzunehmen.

 

Grundsätzlich sei hier angemerkt, dass die Behandlungsstrategie  immer auf die Erfordernisse und Bedürfnisse des einzelnen  Tieres und seines Halters abgestimmt werden muß, um eine sichere und erfolgreiche Flohbehandlung gewährleisten zu können.

 

Zeckenschutz + Impfung gegen Borreliose

Die Ausbreitung von Zecken  in Wäldern , Wiesen , Parks und im eigenen Garten insbesondere im Gebiet Berlin/Brandenburg wächst. Vom Frühjahr bis zum Herbst kann jeder Zwei- und Vierbeiner, der sich gern in der Natur aufhält, von Zecken gestochen werden. Die Schildzecke ( Ixodes ricinus) ist dabei der Hauptüberträger der Borreliose. Der Erreger, die sogenannten Borrelien, werden dabei in der Regel  24 bis 48 h nach einem Zeckenstich, übertragen. Mittlerweile trägt jede 3. Zecke in Deutschland Borreliose Erreger in sich.

 

Der Schutz unserer Tiere basiert auf 3 wesentlichen Säulen:

* beugen Sie dem Zeckenbefall vor indem Sie Anti-Zeckenmittel nutzen, die

   individuell für Ihr Tier ausgewählt werden;

 

* tägliche Kontrolle des Fells und der Haut nach dem Aufenthalt im Freien;

 

* die Schutzimpfung komplettiert die Vorsorge vor der Borreliose Infektion.

 

Merillym 3 unterscheidet sich von dem bisherigem, in unserer Praxis verabreichtem, Impfstoff durch die Anzahl der verschiedenen darin enthaltenen Impfstämme. Die Impfung sollte immer vor dem zu erwartenden Zeckenbefall verabreicht werden, da einige Zeit bis zur vollständigen Ausbildung einer Immunantwort benötigt wird.

 

Wesentlicher Bestandteil ist und bleibt jedoch die Verhinderung des Befalls von Zecken da auch andere Infektionserreger übertragen werden können die zu schwerwiegenden Erkrankungen, zB. Anaplasmose, führen können.

 

Selbstverständlich beraten wir Sie gern persönlich und individuell nach Ihren Bedürfnissen  in unserer Praxis.

 

Ihr Praxisteam

Dirofilariose - eine neue Krankheit ?

Die Dirofilariose ist eine durch Stechmücken übertragbare Erkrankung. Bisher nur regional in Afrika, Asien, Süd- und Osteuropa aufgetreten sind erstmals die Erreger Dirofilaria repens in Brandenburg nahe der Oder nachgewiesen worden. Die Entwicklung der infektiösen L3-Larven in den Stechmücken ist temperaturabhängig und beträgt zwischen 7 und 30 Tagen . Da diese Stechmücken durchschnittlich weniger als 30 Tage leben, galt Deutschland lange Zeit nicht als gefährdete Region.

Klimaveränderungen, die Einfuhr infizierter Hunde aus Südeuropa werden als Ursache für das Auftreten der Infektion in Zentraleuropa verantwortlich gemacht. Die klimatischen Verhältnisse auch in Deutschland, zumindest in den Sommermonaten Juli und August , können dazu führen , dass sich die L3-Larven in den Stechmücken entwickeln können.Infizierte , unbehandelte Hunde tragen den Parasiten 5-7 Jahre in sich und können entsprechen lange diese Mikrofilarien produzieren. Die saisonal auftretenden Stechmücken dienen dann als Vektor (Überträger).

Hauptträger des Zoonoseerregers  Dirofilaria repens sind Hunde, aber auch wildlebende Fleischfresser wie Marder oder Füchse .Infizierte Hunde zeigen oft keine Symptome, können aber im Einzelfall unterschiedliche Hautveränderungen zeigen.

Der Mensch kann als sogenannter Fehlwirt über  Stechmücken infiziert werden die Träger der Erreger sind. Da der Mensch eben nur Fehlwirt ist entwickeln sich die Würmer nicht bis zur Geschlechtsreife oder sie sterben während der Entwicklung ab, daher treten nur wandernde Schwellungen und Knotenbildungen an der Haut auf, selten finden sich Parasitenstadien am Auge. Im Einzelfall kann es jedoch auch zu generalisierten Krankheitsbildern kommen.

Ziel der Behandlung ist es infizierte Hunde zu identifizieren um sie mit entsprechenden antihelminthischen Medikamenten zu therapieren.

Erste Hilfe im Notfall - Was kann ich tun ?

 

Eine fachgerechte Erstversorgung durch den Tierhalter bis zum Transport in die tierärztliche Praxis oder Eintreffen des Tierarztes kann entscheidend dazu beitragen, dass Notfälle wie Verletzungen, Vergiftungen, Verbrennungen oder ähnliche lebensbedrohliche Zustände schnell therapiert  werden können. Um im Einzelfall richtig zu handeln, lassen Sie sich die Maßnahmen , die Sie selbst im Einzelfall ergreifen können, von Ihrem Tierarzt zeigen.

 

Die wichtigsten Regeln für den Notfall:

 

* Ruhe bewahren

   Nur so können Sie richtig entscheiden und handeln. Bedenken Sie immer,  

   dass    sich  Ihre Ruhe auch auf Ihr Tier überträgt.

* Telefonnummer des Tierarztes parat halten

   Halten Sie sie immer griffbereit - nicht nur am häuslichen Telefonapparat,

   auch gegebenenfalls in Ihrem Handy gespeichert.

*  Tierarzt verständigen

   Kündigen Sie den Notfall bei Ihrem Tierarzt an, damit dieser bis zu Ihrem

   Eintreffen eventuell notwendige Vorbereitungen treffen kann. Er wird gege-

   benenfalls auch individuelle Hinweise zum Transport geben.

* Schnauzenbad, Maulkorb anlegen, Transportkorb benutzen

   Dies sind Maßnahmen zu Ihrer eigenen Sicherheit, die Sie vor einer

   eingehendenUntersuchung und vor Transportmanipulationen ergreifen

   sollten. Verletzte und unter Schock stehende Tieren können unkontrollierte

   Abwehrbewegungen machen, beißen und kratzen.